29.01.2010 / Feminismus / Seite 15

Alleinerziehende in der Hängematte

Die FAZ bereichert die aktuelle Kampagne gegen Hartz-IV-Bezieher um eine frauenfeindliche Facette

Jana Frielinghaus
Ganz deutlich hat man sie nach dieser Lektüre vor Augen: Da sitzen diese Alleinerziehenden teeschlürfend auf dem Sofa und zerbrechen sich den Kopf darüber, ob es im nächsten Urlaub nach Nizza oder doch lieber nach Thailand gehen soll. Die Kinder spielen derweil friedlich oder kochen schon mal das Mittagessen. Geldsorgen gibt es nicht. Streß im Job auch nicht, denn diese Idylle wird »vom Steuerzahler« finanziert. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 24.Januar weiß Erstaunliches zu berichten. Die Autoren gleich zweier Beiträge haben sich mit Forschern ausgetauscht, die gerade herausgefunden haben, daß Alleinerziehende – zu 90 Prozent Frauen – vom »Wohlfahrtsstaat« derart verwöhnt werden, daß sie »dumm« wären, wenn sie sich a) eine Arbeit und b) gar einen neuen Partner suchten. Sie sind die »Hätschelkinder der Nation« bzw. »Ohne Partner und ohne Arbeit – Aber mit 445000 Euro Alimenten«.

Es folgt ein von Ungereimtheiten, Fehlern u...

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