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28.01.2010 / Feuilleton / Seite 12

Streichen für das Grinsen

In der Klemme der Ironie: Wagners »Rienzi« an der Deutschen Oper Berlin

Peer Schmitt
Von den Gletschern zu den Sternen. Auf der Bühne der Deutschen Oper (Bühnebild Ulrike Siegrist und Philipp Stölzl) blickt der große Diktator Rienzi während der Ouvertüre von Richard Wagners »Rienzi, Der letzte der Tribunen« auf ein Videopanorama, das von den Topoi des Erhabenen bestimmt wird: Eis, unendliche Weiten, die Weltkugel in seiner Hand. Er tut das ganz offensichtlich in Anlehnung an die Choreographie von Charlie Chaplins »Great Dictator«. Philipp Stölzl hat an der Deutschen Oper Berlin eine gekürzte Fassung der Oper als Nazi­klamotte inszeniert. Es soll ganz offensichtlich etwas zum Lachen geben.

Wie der Filmhistoriker Georges Sadoul in seiner Chaplin-Monographie »Vie de Charlot« sagte: »Es ist sehr wahr, daß die Diktatoren auch komisch sind. Während der letzten Monate der deutschen Besetzung von Paris sah man in den französischen Kinos Hitler, wie er Mussolini empfing, der soeben aus seinem Hotelgefängnis entsprungen war und aussah wie ein gutb...

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