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26.01.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Finger am Abzug

Zwischen »Abzugskorridor« der SPD und schwarz-gelber »Abzugsperspektive« besteht kein großer Unterschied. Einig sind sich alle, den Krieg in Afghanistan zunächst zu eskalieren

Knut Mellenthin
Britische Truppen werden weitere fünf Jahre gegen die Taliban kämpfen müssen«, titelte die konservative Londoner Tageszeitung Times am Montag. In Deutschland versucht die SPD, die gleiche Nachricht als frohe Botschaft vom nahe bevorstehenden Truppenabzug aus Afghanistan unter die Leute zu bringen, um als Oppositionsführerin zu punkten. Der Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP erscheint dieser Zeitrahmen sogar als unverantwortlich kurz. Wie viele Jahre sie den Krieg noch fortsetzen wollen, lassen Angela Merkel, Guido Westerwelle und Karl-Theodor zu Guttenberg völlig offen.

Genau besehen sind es nicht nur fünf, sondern sogar sechs Jahre, die die SPD jetzt als Endpunkt des Abzugs anpeilt, wenn sie von einem »Zeitkorridor« 2013 bis 2015 ausgeht. Das ist fast so lange wie die bisherige Dauer der deutschen Beteiligung am Afghanistan-Krieg. Und ob dann nach Ansicht der SPD-Spitze wirklich Schluß mit dem militärischen »Engagement« am Hindukusch sein soll, steht n...

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