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20.01.2010 / Feuilleton / Seite 13

Spontan verblutende Massen

Das russische Volk war schon verraten, als Jelzin 1993 in Moskau Panzer auf das Weiße Haus feuern ließ. Eine Dokfilmpremiere in Potsdam

Walter Ruge
In Potsdam kommt heute abend ein mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg entstandener Dokumentarfilm zur Welturaufführung, »Oktober 1993 – Rußlands letzter Aufstand« vom jungen Regisseur Stefan Mehlhorn (»Über die Schwelle«). Auf den ersten Blick hat der Film mit Luxemburg unmittelbar nichts gemein; bedenkt man ihre gründlichen Untersuchungen zur Spontaneität der Massen, besonders nach der russischen Revolution 1905–07, erscheint er wie ein lebendig-grausiger Kommentar zur Spontaneitätstheorie der großen Revolutionärin.

Gewiß wird es nicht ganz leicht sein, den Deutschen – mit ihrer Abwrackprämie, ihrem Schuldenstopp nach 2020 – diesen Film ans Herz zu legen. Mit ein bißchen Geschichtsbewußtsein sollte das schon leichter fallen, etwa mit Blick auf den Berliner Alexanderplatz am 4.November 1989 oder die Montagsdemos auf dem Altstädter Ring in Leipzig.

Präzise ausgewählt sind bei Mehlhorn die Protagonisten. Vorran...



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