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28.12.2009 / Ausland / Seite 7

Mexikaner suchen nach Gerechtigkeit

Interamerikanischer Gerichtshof verurteilt Regierung wegen Menschenrechtsverletzungen

Darius Ossami
Am 25. August 1974 befand sich Rosendo Radilla im mexikanischen Bundesstaat Guerrero auf dem Weg von Atoyac nach Chilpancingo, als der Bus von Soldaten gestoppt wurde. Der in Basisbewegungen aktive Radilla wurde festgenommen und zuletzt auf dem Gelände der damaligen Militärkaserne von Atoyac gesehen; danach verliert sich seine Spur. Er ist somit einer von allein in der Gemeinde Atoyac in Guerrero über 400 Menschen, die in den 70er Jahren– während des »schmutzigen Krieges« des Staates gegen oppositionelle Bewegungen – mutmaßlich von Angehörigen des Militärs festgenommen wurden und dann für immer »verschwanden«. Doch nie ist ein Soldat oder Befehlshaber für diese Verbrechen angeklagt worden, nie wurde ernsthaft in diesen Fällen ermittelt.

35 Jahre ist das nun her, und nicht einmal die Leiche von Rosendo Radilla wurde bislang gefunden. Doch seine Tochter Tita Radilla hat erreicht, daß der Fall ihres Vaters vor dem Interamerikanischen Menschenrec...

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