28.12.2009 / Feuilleton / Seite 12

Über dem Sofa

Klischees brechen und Gazpacho servieren: »Soul Kitchen« von Fatih Akin

Deniz Utlu
Fatih Akins Filme handeln davon, was zwischen Abschied und Ankunft passiert, es sind Parabeln über Heimatgefühle. Sein erster Spielfilm »Kurz und Schmerzlos« (1998) beginnt in der Tradition von Coppolas »Der Pate« mit dem Symbol der Vermählung: Gabriel (Mehmet Kurtulus) ist auf der Hochzeitsfeier seines Bruders wieder mit seinen besten Freunden Bobby (Aleksandar Jovanovic) und Costa (Adam Bousdoukos) vereint. Nach der Trennung von ihnen, gibt es keinen Grund mehr für ihn zu bleiben. So verläßt er die für ihn letzte Gebetszeremonie in der Moschee, ohne sie zu vollenden, kopfschüttelnd. Mit den Freunden stirbt die Heimat.

In der Komödie »Soul Kitchen« scheint die Heimat erst einmal mit der Geliebten auszuwandern. Der Versuch, Sehnsüchte zu befriedigen, endet damit, daß sich die Webcam im Rollo verfängt und Protagonist Zinos (Adam Bousdoukos) mit heruntergelassenen Hosen dem Blick der Nachbarin von gegenüber ausgeliefert ist. Die Freundin hat sich im Dienst...

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