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23.12.2009 / Inland / Seite 8

»Schlamperei, Inkompetenz oder Vertuschung?«

Polizei erschoß in Regensburg einen Studenten – die Täter werden von der Staatsanwaltschaft offenbar gedeckt. Ein Gespräch mit Helmut von Kietzell

Johann Heckel
Helmut von Kietzell ist Rechtsanwalt in Regensburg. Er vertritt den Vater des von der Polizei mit zwölf Schüssen getöteten Studenten Tennessee Eisenberg.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat das Ermittlungsverfahren gegen zwei Polizisten eingestellt, die den 24jährigen Musikstudenten Tennessee Eisenberg mit zwölf Schüssen getötet haben, nachdem er einen anderen bedroht hatte. Begründung: Kein »genügender Anlaß« zur Klageerhebung. Wie sehen Sie das?

Mein Mandant – der Vater des Getöteten – hat diese Einstellung der Ermittlungen relativ gefaßt aufgenommen. Er hatte das zwar vorhergesehen, will sich aber mit dieser Entscheidung nicht zufriedengeben. Aus meiner Sicht gibt es in der Verfügung sachliche Unrichtigkeiten, die so nicht stehenbleiben können.

Da wäre zum Beispiel die Situation beim ersten Schuß. Die Staatsanwaltschaft schreibt: »Eisenberg (...) begann, dem in Richtung der anderen Raumecke zurückweichenden Beamten zu folgen. Nun gab der...


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