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23.12.2009 / Feuilleton / Seite 13

Todesstrafe für Spekulation

»Die Freiheiten des Priesters Roux«: Eine Neuausgabe des Hauptwerks von Walter Markov und seine Autobiographie aus dem Nachlaß

Werner Röhr
Im Namen der Pariser Sektion Gravilliers und des Clubs der Cordeliers trug Jacques Roux dem Französischen Nationalkonvent am 25. Juni 1793 eine Adresse vor, die mit folgenden Worten begann: »Abgeordnete des französischen Volkes!

Hundertmal wurden in diesem hohen Haus die Verbrechen der Eigennützigen und Gauner laut; immer wieder habt ihr uns versprochen, den Blutsaugern des Volkes das Handwerk zu legen. Nun wird das Verfassungswerk dem Souverän zur Bestätigung übergeben. Habt ihr darin das Spekulantentum geächtet? Nein. Habt ihr die Todesstrafe für Schieber ausgesprochen? Nein. Habt ihr bestimmt, worin die Freiheit des Handels besteht? Nein. Habt ihr den Verkauf von Edelmetallgeld verboten? Nein. Nun, so erklären wir euch, ihr habt für das Glück des Volkes nicht genug getan.

Die Freiheit ist ein leerer Wahn, solange eine Menschenklasse die andere ungestraft aushungern kann. Die Gleichheit ist ein leerer Wahn, solange der Reiche mit dem Monopol das Recht...



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