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23.12.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Lohndrücker raus

Daimler muß nach Protesten reagieren: Keine Vertragsverlängerung für Reinigungsfirma, die Beschäftigte schikaniert

Karl Neumann
Es ist haarsträubend, was Beschäftigte der in den Stuttgarter Werken des Autobauers Daimler tätigen Reinigungsfirma Klüh zu erzählen haben. Von Beschimpfungen und Schikanen, von nicht gezahltem Lohn und Schmiergeld bei der Verlängerung von Arbeitsverträgen hatten Putzfrauen in den vergangenen Wochen in den Medien berichtet. Unterstützt wurden sie bei ihrem Protest gegen diese Zustände von Daimler-Betriebsräten im Werk Untertürkheim, die den Skandal in ihrer Betriebszeitung Alternative öffentlich gemacht hatten. Dem Autokonzern wurde der Druck nun offenbar zu groß. Der im März auslaufende Vertrag mit Klüh soll nicht verlängert werden, wie eine Daimler-Sprecherin am Dienstag auf jW-Nachfrage bestätigte.

Gründe für das Auslaufen des seit 2007 bestehenden Vertrags mit dem Reinigungsunternehmen nannte die Sprecherin nicht. Daimler äußere sich »grundsätzlich nicht zu Details von Lieferantenbeziehungen«. Für Martin Bott, Betriebsrat im Untertürkheimer Daimler-W...

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