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12.12.2009 / Ausland / Seite 6

Im Sinne des Erfinders

Warum es konsequent ist, dem Kriegsherrn Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen

Mumia Abu-Jamal
Die Nachricht über die Verleihung des Friedensnobelpreises an den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama hatte in den USA sowohl Dankesgebete als auch schrille Mißfallensbekundungen ausgelöst. Die einen sahen darin die angemessene Auszeichnung für einen relativ jungen Politiker, der vor einem Jahr in seinem Wahlkampf zahlreiche für unantastbar gehaltene gesellschaftliche Barrieren niedergerissen hat. Für die anderen, vor allem Konservative und Rechte, war der Preis dem Falschen zugesprochen worden, weil ­Obama in seinem Amt in neun Monaten noch nicht viel erreicht habe.

Beide Sichtweisen verkennen die Absichten, die das Nobelpreiskomitee mit dieser Preisverleihung verfolgt. Die fünf Mitglieder des Komitees sind Europäer, und wie die überwältigende Mehrheit der Menschen auf dem Kontinent sehen sie in Obama nicht nur den beliebten und gescheiten Politiker, sondern für sie gewinnt Obama vor allem an Bedeutung, weil sein Wirken im krassen Gegensatz zur Poli...

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