Der Schwarze Kanal
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11.12.2009 / Titel / Seite 1

Obamas Lob des Krieges

Uli Schwemin
Der Frieden setzt den Krieg voraus. Das ist die Botschaft, die US-Präsident Barack Obama der Weltöffentlichkeit bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises am Donnerstag in Oslo mitzuteilen hatte. Zugleich leugnete er jegliche Verantwortung Washingtons für den Krieg in Afghanistan. Diesen hätten die Vereinigten Staaten sich nicht ausgesucht, behauptete er. »Dennoch sind wir im Krieg, und ich bin verantwortlich für die Stationierung Tausender junger Amerikaner, die in einem weit entfernten Land kämpfen«, so Obama. »Einige werden töten. Andere werden getötet«, fügte er hinzu. Erst in der vergangenen Woche hatte der Präsident die Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan um weitere 30000 Soldaten bekanntgegeben.

Das Weiße Haus hatte bereits vor der Preisverleihung mitgeteilt, Obama werde den Friedenspreis in seinem Selbstverständnis als »Kriegspräsident« annehmen. Entsprechend militant fiel seine Rede aus. Obama begründete den Irak-Krieg, der sich angebl...

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