Gegründet 1947 Freitag, 30. Oktober 2020, Nr. 254
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
11.12.2009 / Feminismus / Seite 15

»Wir wollten alles«

In der Berliner Volksbühne gab es eine Rückschau auf die Gründungstagung des Unabhängigen Frauenverbandes der DDR am 3. Dezember 1989. Der Blick nach vorn fehlte

Katja Klüßendorf
Sonntag vormittag, 3. Dezember 1989. Im Großen Saal der Berliner Volksbühne herrscht ausgelassene Stimmung. Mehr als 1200 Frauen sind dem spontanen Aufruf des Initiativkomitees zur Gründung eines autonomen Frauenverbandes der DDR gefolgt, über 200 Kinder toben in den Fluren, auf der Bühne wird gesungen und diskutiert. Die Schauspielerin Walfriede Schmitt, die als Mitglied des Volksbühnenensembles dafür sorgte, daß das Treffen an diesem Ort stattfinden konnte, liest voller Leidenschaft aus dem »Manifest für eine autonome Frauenbewegung« vor: »Ich schlage vor einzutreten für einen modernen Sozialismus auf deutschem Boden in einem gemeinsamen europäischen Haus (...), für ein solidarisches Miteinander aller sozialen Gruppen«. Der Tag endet mit der Gründung des Unabhängigen Frauenverbandes (UFV) der DDR.

Selbstbehauptung

Gleicher Ort, 20 Jahre später: Für den vergangenen Sonntag hatte die Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen mit ihrem politischen Bildungsverein He...

Artikel-Länge: 5320 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €