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03.12.2009 / Inland / Seite 2

»Wir wurden betrogen und belogen«

Rentables Karstadt-Kaufhaus in Kaiserslautern wird stillgelegt. Kaum Jobchancen für Entlassene. Gespräch mit Hermann Heinrich

Ralf Wurzbacher
Hermann Heinrich ist Betriebsratsvorsitzender beim Warenhaus Karstadt in Kaiserslautern, dessen Schließung im Rahmen der Arcandor-Insolvenz am Dienstag verkündet wurde

Karstadt in Kaiserslautern wird als eine von bundesweit 13 Filialen zum 31. März dicht gemacht. Die Entscheidung des Insolvenzverwalters wurde nicht erwartet. Lange Zeit hieß es, die Chancen auf Erhalt des Hauses stünden gut. Warum kam jetzt alles anders?

Ich gehe davon aus, daß man uns mit den positiven Wasserstandsmeldungen nur hinhalten wollte, während die Schließung längst beschlossene Sache war. So ließ sich verhindern, daß hier Aktionen starten, die die Unternehmensleitung und den Insolvenzverwalter stören könnten. Unsere Belegschaft ist bekannt dafür, für ihre Interessen Flagge zu zeigen. Wohl vor allem deshalb wurden wir betrogen, belogen und hintergangen.

Offiziell heißt es, der Standort habe wirtschaftlich keine Zukunft. Was besagen die Bilanzen?

Die hier erzielten Zahlen waren 30...

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