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01.12.2009 / Ausland / Seite 7

Massenhafter Boykott

Geringe Beteiligung und massive Gewalt kennzeichnen Wahlfarce in Honduras

André Scheer
Fast auf den Tag genau fünf Monate nach dem gewaltsamen Sturz des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya waren 4,2 Millionen Honduraner am Sonntag aufgerufen, den künftigen Präsidenten, die Abgeordneten des Kongresses sowie die Bürgermeister in den Städten zu wählen. Doch die Abstimmung wurde vom wochenlangen Belagerungszustand, willkürlichen Verhaftungen, Morden an Aktivisten der Widerstandsbewegung und der Schließung von Rundfunk- und Fernsehstationen überschattet. Der unabhängige Präsidentschaftskandidat Carlos H. Reyes sowie zahlreiche Vertreter der Liberalen Partei, der sozialdemokratischen PINU und der linken UD hatten ihre Kandidaturen zurückgezogen, um sich dieser Farce nicht zu unterwerfen.

Am Wahltag selbst kontrollierten Zehntausende Soldaten, Polizisten und Paramilitärs die Städte, um Proteste im Keim zu ersticken. In der zweitgrößten Stadt des Landes, San Pedro Sula, ging die Polizei mit Tränengas und einem Wasserwerfer gegen Demonstranten v...

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