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23.11.2009 / Thema / Seite 10

Lob der Arbeit

Naturwissenschaft. Vor 150 Jahren erschien Darwins epochemachendes Buch »Die Entstehung der Arten«. Teil 2 (und Schluß): Die Stellung des Menschen in der Evolutionstheorie

Volker Schurig

Charles Darwin hatte sich in »Die Entstehung der Arten« nicht zum Verhältnis von Affe und Mensch geäußert, die Faktenlage war zu gering. Doch die Eliten des viktorianischen Englands folgerten aus Darwins Überlegungen richtig, daß mit den neuen Erkenntnissen der Glaube an die göttliche Schaffung des Menschen bedroht war. Die damaligen Medien überboten sich mit Boshaftigkeiten gegenüber dem Evolutionstheoretiker.

Die weltanschauliche Bedeutung der evolutionstheoretischen Begründung einer stammesgeschichtlichen Verwandtschaft zwischen Affe und Mensch kann daran abgelesen werden, daß sie zu den drei großen »Kränkungen des Menschen« gerechnet wird.

Die erste »Kränkung« betrifft das kopernikanische Weltbild, in dem nicht mehr die Erde mit dem Menschen den Mittelpunkt des Kosmos bildet, sondern die Sonne – und auch diese ist nur eine unter Millionen weiteren Sonnen. Die zweite »Kränkung« des menschlichen Selbstverständnisses ist der Nachweis der Existenz ...

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