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20.11.2009 / Inland / Seite 2

»Abnahme der Bevölkerung ist kein Problem«

Das Statistische Bundesamt dramatisiert das Alterungsproblem in unzulässiger Weise. Ein Gespräch mit Gerd Bosbach

Ralf Wurzbacher
Gerd Bosbach ist Professor für Statistik, Mathematik und Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung an der Fachhochschule Koblenz, Standort Remagen

Nach der am Mittwoch vorgestellten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland im Jahr 2060 nur noch zwischen 65 und 70 Millionen Menschen leben. Den Medien gilt das Szenario fast unisono als »tickende Zeitbombe«. Muß uns wirklich angst und bange sein?

Nein. Eine Abnahme der Bevölkerung stellt in einem hochbesiedelten Land wie dem unseren kein Problem, sondern eine Erleichterung dar. Ein Beispiel: Wenn im Jahre 2059 statt heute 30 nur noch 24 Kinder in einer Schulklasse sind, dann wäre das bildungspolitisch ein Fortschritt. Oder denken Sie an den Verkehr in den Städten, an den Lärm, die Luftverschmutzung, das Gedränge in den S- und U-Bahnen. Tatsächlich würden kommende Generationen von einem Bevölkerungsrückgang auf vielfältige Weise profitieren.

Aber was ist mit der vielb...


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