Schwarzer Kanal
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14.11.2009 / Feuilleton / Seite 13

Alles nicht so einfach

Manipulation der Öffentlichkeit und was dagegen getan werden kann – eine Podiumsdiskussion in Berlin zum Buch »Meinungsmache«

Peter Wolter
Zugegeben, der Mann hat Unterhaltungswert. Hans-Ulrich Jörges aus der Stern-Chefetage gelang es am Donnerstag abend mühelos, Gelächter im überfüllten Saal auszulösen, als er verkündete, es gebe in Deutschland gar keine Manipulation der öffentlichen Meinung. Nicht schlecht war auch der Gag, der Neoliberalismus habe ausgespielt: »Der Zug fährt in die umgekehrte Richtung.« Aha, mit Guido Westerwelle als Lokomotivführer.

Immerhin gelingt es dem stellvertretenden Chefredakteur des bunten Wochenmagazins hin und wieder, in öffentlichen Diskussionen und Wortmeldungen überraschende Akzente zu setzen. So auch am Donnerstag abend in der Berliner Kulturbrauerei, wo er als Gegenpart zu Oskar Lafontaine und Albrecht Müller auf dem Podium saß. Anlaß war eine öffentliche Diskussion über Müllers Buch »Meinungsmache – Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen.«

Das Buch hat es immerhin bis auf den 14. Platz der Sparte »Sachbücher« in der Spiegel-...



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