05.11.2009 / Feuilleton / Seite 12

Immer noch die Möwensache

Es gibt keine Helden ohne Mannschaftsgeist: Zum Kinostart von Ken Loachs »Looking for Eric«

Peer Schmitt
Eric Bishop (Steve Evets), Held des neuen, hochgelobten Films von Ken Loach, »Looking for Eric«, ist auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Wie ein verwahrloster alter Scheißköter (»like a shabby old fucking dog«) fühlt er sich. Fertig, fertig, fertig.

Bishop ist ein Angestellter der Post, der so gut wie gar nichts mehr auf die Reihe kriegt. Nicht einmal die eigene Post zu öffnen, bringt er die Kraft auf. Seine zweite Frau ist schon lange abgehauen. Zwei Teenager-Stiefsöhne hat sie zurückgelassen. Väterliche Autorität ist ebenfalls nicht Bishops Stärke. Die Söhne verbringen vor seinen getrübten Augen ihre Zeit damit zu kiffen, Pornos zu glotzen und gefährliche Kleinkriminelle zu werden. Wenn ihr Vater nicht jeden Tag zur Arbeit müßte, würde er wohl am liebsten dasselbe machen.

Und dann ist er auch noch Großvater geworden. Seine Tochter aus erste Ehe macht gerade ihren Universitätsabschluß und braucht seine Unterstützung (der Vater ihres Kindes zeichnet...



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