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28.10.2009 / Antifa / Seite 15

Marschierender Mob

Dorfklatsch und Justizskandal: Heinz Jürgen Schneider beleuchtet in seinem Krimidebüt das Milieu der norddeutschen Landbevölkerung Anfang der dreißiger Jahre

Birgit Gärtner
Der Fall scheint klar: Das Mädchen wurde erhängt, wie am Galgen hängt ihr toter Körper vom Scheunenbalken herab, auf dem Boden kauert ihr Mörder, Walerjan Smucek, ein polnischer Erntehelfer, der sich geständig zeigt. Es ist der 7. September 1931, und auf Mord steht die Todesstrafe. Die aufgebrachte Dithmarscher Landbevölkerung fordert kurzen Prozeß für den »Polacken«. Schließlich ist das tote Mädchen Else, die unbescholtene Tochter des angesehenen Warringholzer Bauern Wilhelm Rehder. Doch Smuceks Pflichtverteidiger Johannes Blum hat Zweifel. Er beginnt unangenehme Fragen zu stellen: Wieso unterschrieb der junge Pole das Geständnis, wenn er doch kaum ein Wort deutsch spricht? Woher stammen die Verletzungen an dessen Hals? Diese Fragen werden schließlich so unangenehm, daß die Staatsanwaltschaft mit allen Mitteln versucht, Blum auszubooten. Den bewegt weniger die Frage nach Schuld oder Unschuld des jungen Polen, sondern vielmehr, ob er ihn vor der Todesstra...

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