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27.10.2009 / Ausland / Seite 6

Krieg gegen Iran wäre »verrückt«

Türkei: Regierungschef kritisiert westliche Haltung im Atomstreit. Harte Worte gegen Merkel und Sarkozy

Knut Mellenthin
Vor seinem heute beginnenden zweitägigen Besuch in Teheran hat sich der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan von der westlichen Position im Streit um das iranische Atomprogramm distanziert. Behauptungen, daß Iran den Bau von Nuklearwaffen anstrebe, bezeichnete der Politiker in einem Gespräch mit der britischen Tageszeitung Guardian als »Gerüchte«. Er mache sich vielmehr Sorgen wegen der Kriegsdrohungen gegen Iran. Militärschläge gegen die iranischen Atomanlagen, wie sie immer wieder von US-amerikanischen und israelischen Politikern befürwortet werden, wären »verrückt«.

Darüber hinaus warf Erdogan den Ländern, die Iran zum Verzicht auf sein ziviles Atomprogramm zwingen wollen, Heuchelei vor: »Es gibt eine Verhaltensweise, die nicht gerade fair ist. Denn diese Länder haben selbst sehr starke nukleare Strukturen und bestreiten das auch gar nicht. Alle ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats besitzen Atomwaffen. Außerdem gibt es Länder, die nic...

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