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19.10.2009 / Inland / Seite 5

Kriegsverbrecher am Soldatendenkmal?

Bundeswehr versucht bei Ehrung ihrer Toten, die Wehrmachtsvergangenheit auszublenden

Frank Brendle
Die Frage nach ihrer Vergangenheit ist der Bundeswehr auch an ihrem neuerbauten Ehrenmal am Berliner Bendlerblock unangenehm. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke verdeutlicht, daß es der Truppe ausschließlich um Heldenkult und Selbstdarstellung geht. Soldaten, die nicht im Ausland »gefallen« sind, werden an den Rand gedrängt oder gar mißachtet.

Die Namen verstorbener Soldaten werden in dem vorigen Monat eingeweihten Ehrenmal mittels LCD-Anzeige für je acht Sekunden an die Wand geworfen. Die offizielle Regelung sieht vor, all jene zu nennen, die »in Folge der Ausübung ihrer Dienstpflichten für die Bundesrepublik Deutschland ihr Leben verloren haben«. Zur Zeit sind das 3137. Entschieden haben das im wesentlichen zwei Mitarbeiter der Personalabteilung, ohne Gegenprüfung durch höhere Stellen.

Über die »Kausalität zwischen dienstlicher Pflichterfüllung und Tod« wurde dabei recht willkürlich entschieden...



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