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16.10.2009 / Feuilleton / Seite 12

»›Bock‹ kennt kein Gesetz«

Callboys und Sozialkontrolleure: Heute steigt in Berlin der »HustlaBall«. Ein Gespräch mit Jochen Hick

Ortwin Passon
Jochen Hick ist Filmregisseur und arbeitet für den Homo-Fernsehsender TIMM TV

Die Interviews mit – auch deutschen – Sexarbeitern in den USA in Ihrem Dokfilm »The Good American« vermitteln den Eindruck, daß Prostitution Teil eines sexuell emanzipierten Lebensentwurfs sein kann, wenn sie frei von Ausbeutung und ökonomischen Zwängen ausgeübt wird. Deckt sich dieser Eindruck mit Ihren Wahrnehmungen während der Dreharbeiten?

Man kann sich auch selbst ausbeuten. Prostitution geht oft damit einher, sich gleichzeitig für Pornos zu verdingen. Das ist oft sehr nahe beieinander. Wenn man nicht gerade Pornos selber produziert, ist es schon ’ne gewisse Ausbeutung durch andere, die man spe­ziell auch im schwulen Bereich zuläßt. Aber was das Hustling oder Escorting angeht, habe ich keine großen Härten feststellen können in dem Sinne, die Leute wären in ihren Beruf getrieben worden ohne Alternative. – Wenn man es denn Beruf nennen mag.

Das kann ma...


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