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10.10.2009 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Überflüssig

Der Schwarze Kanal

Werner Pirker
Unter bürgerlichen Interpreten des Zeitgeschehens löst der Niedergang der Sozialdemokratie große Betroffenheit aus. »Wo man hinschaut«, schreibt Sven Gächter im österreichischen Wochenmagazin profil, »liegt ein Projekt in Trümmern, dem die Welt, zumindest die westliche, im 20. Jahrhundert mehr zivilisatorische Fortschritte verdankte als vermutlich jedem anderen«. Was der Autor nicht zur Kenntnis nimmt, sind die geschichtlichen Bedingungen, unter denen die Sozialdemokratie ihre zivilisatorischen Leistungen zu vollbringen vermochte. Die Zivilisierung des Kapitalismus, die sich die Sozialdemokratie auf ihre Fahnen schreibt, wäre nicht möglich gewesen ohne den sozialen Druck, den das kommunistische Projekt auf ihn ausgeübt hatte. Mit dem Sieg der liberalen Konterrevolution hatte der Sozialreformismus seine spezifische Funktion, revolutionäre Bestrebungen einzudämmen, eingebüßt. Die Verkehrung des Reformbegriffes war die unmittelbare Folge. »Reformen« bedeutet...

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