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25.09.2009 / Inland / Seite 4

»Korrekt verhalten«

Schimmel, Muff und Moder: Bayerischer Flüchtlingsrat klagt gegen Zustände in Asylunterkunft. Landesregierung findet sie gesetzeskonform

Ralf Wurzbacher
Patrick B., Flüchtling aus dem westafrikanischen Sierra Leone, ist in Deutschland nicht willkommen. Deshalb ist er so untergebracht, als wollte man ihn schleunigst wieder loswerden. In seinem Zimmer in der Asylunterkunft im niederbayerischen Aholfing stinkt es nach Schimmel, an der Decke wuchert ein schwarzer Fleck, aus dem stets dann Wasser tropft, wenn im darüber liegenden Waschraum geduscht wird. Das Bad müssen sich drei Familien teilen, genauso wie die Küche, in die ebenfalls Wasser dringt. Auch das Zimmer eines weiteren Heimbewohners hat ein Leck, darüber befindet sich die Toilette.

Patrick B. haust seit vier Monaten in der Gemeinschaftsunterkunft, er klagt über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Atembeschwerden. Sein wiederholtes Nachsuchen bei der Heimleitung, ein anderes Quartier beziehen zu dürfen, beschied ein Verantwortlicher mit den Worten: »Gib endlich Ruh, sonst schick I di’ in den Dschungel z’ruck«. So jedenfalls hat der gesche...

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