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19.09.2009 / Geschichte / Seite 15

Polen überrascht

Vor 70 Jahren überschritt die Rote Armee die Grenze zum westlichen Nachbarn

Gerd Kaiser
Der 17. September 1939 war gerade zwei Stunden alt, als Wladimir Potjomkin den polnischen Botschafter in Moskau, Waclaw Grzybowski, ins Volkskommissariat einbestellte. Dort verlas er in seiner Funktion als Stellvertreter von Wjatscheslaw Molotow, dem Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, eine von Molotow redigierte Note. In ihr hieß es: »Der deutsch-polnische Krieg legte den inneren Bankrott des polnischen Staates bloß. (…) Warschau besteht als Hauptstadt Polens bereits nicht mehr. Die polnische Regierung ist auseinandergefallen und gibt keinerlei Lebenszeichen. Das bedeutet, daß der polnische Staat und seine Regierung aufgehört haben zu bestehen. (…) Ausgehend von dieser Situation hat die sowjetische Regierung die Führung der Roten Armee beauftragt, den Truppen zu befehlen, die Grenzen zu überschreiten (…).«

Der Botschafter verweigerte die Annahme der Note, da die Souveränität eines Staates fortdauere, selbst dann, wenn er ...

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