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11.09.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Mit dem Leben bezahlt

Afghanische Journalisten kritisieren tödliche Befreiungsaktion

Karin Leukefeld
Wie Zivilisten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen geraten auch Journalisten im NATO-Krieg in Afghanistan zwischen die Fronten. Jüngstes Opfer ist der afghanische Kollege Sultan Munadi, der bei einer Befreiungsaktion erschossen wurde, die ihm und dem britisch-irischen Journalisten Stephen Farrell von der New York Times (NYT) galt. Die beiden hatten am Ort des von der Bundeswehr angeforderten Luftangriffs auf zwei gestohlene Tanklastwagen recherchiert. Während sie Interviews mit Dorfbewohnern führten, wurden sie von einer Gruppe bewaffneter Männer entführt. Vier Tage gab es keine offiziellen Nachrichten, die NYT schwieg, vermutlich, weil Lösegeldverhandlungen geführt wurden. Der britische Geheimdienst entschied die Befreiungsaktion »ohne Kenntnis der Lage vor Ort«, wie die britische Tageszeitung The Guardian am Donnerstag berichtete.

Die NATO ging gewaltsam vor, obwohl Verhandlungen über eine Freilassung gut angelaufen waren, meldete die Nachrichtenag...

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