08.09.2009 / Ansichten / Seite 8

Große Kriegskoalition

Jung gibt Tötung von Zivilisten zu

Werner Pirker
Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch macht auch vor Kriegsverbrechen nicht halt. Nachdem Verteidigungsminister Franz Josef Jung vorerst stur behauptet hatte, daß ausschließlich Taliban bei den von der Bundeswehr befohlenen Luftangriffen getötet worden seien, mußte er letztlich doch der Tatsache des Zivilistenmordes ins Auge blicken. Damit hat auch seine ständig wiederholte Behauptung, die Präsenz deutscher Soldaten in Afghanistan sei nicht als Kriegseinsatz, sondern als Aufbauhilfe zu bewerten, völlig an Glaubwürdigkeit verloren.

Zwar hat die SPD die Gelegenheit, sich im Wahlkampf ein wenig auf den CDU-Verteidigungsminister einzuschießen, nicht völlig verstreichen lassen. Doch hat das nicht das geringste mit einer Absetzbewegung aus der großen Kriegskoalition zu tun. Die sozialdemokratische Führung stößt sich an Jungs unbeholfenen Versuchen, das Massaker kleinzureden und ist ansonsten bemüht, nur keine grundsätzliche Afghanistan-Debatte aufkommen ...

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