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13.08.2009 / Feuilleton / Seite 13

Rückhaltlos gaga

Qualen mit Spielzeug und Individuen: Die US-Armee in zwei Kinostarts

Peer Schmitt
Kommt man wirklich, bei aller Wachsamkeit, aus jedem Kinobesuch dümmer und schlechter wieder heraus (wie Adorno es schlicht von sich behauptete)? Über den Kriegsspielzeugfilm »G.I. Joe« von Stephen Sommers (u.a. Schöpfer der berüchtigten »Die Mumie«-Filme) schrieb das Nachrichtenmagazin Time am 7. August: »Der einzige Kollateralschaden entsteht im Publikum, wo man, während man den Film durchsteht, spüren kann, wie der I.Q. Minute für Minute sinkt«.

Ist das der endgültige Sinn des Kinos: Beim Kriegspielen im Minutentakt (oder schneller) verblöden (falls das im Beruf des Filmkritikers noch weiter möglich ist)? Nein, sicher nicht. Geld verdienen ist immerhin auch noch ein Faktor. Mit »G.I. Joe« ist das vielleicht nicht einfach. Nicht umsonst hat, so Time weiter, die Produktionsfirma Paramount diesen ursprünglich als Supplement zu »Transformers 2« gedachten Sommerblockbuster fast schon verschämt auf den Markt gebracht. Dieser Film ist anscheinend sogar zu bl...

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