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13.08.2009 / Ausland / Seite 7

Äußerst mageres Ergebnis

Ein Jahr Kurzarbeit nach Ende der Betriebsbesetzung bei Ssangyong Motors. Südkoreas Polizei startet Repressionswelle

Raoul Rigault
Die Betriebsbesetzung beim südkoreanischen Autohersteller Ssangyong Motors wurde in der vergangenen Woche nach 77 Tagen gewaltsam beendet. Das bedeutet allerdings nicht, daß die Konfronta­tion zwischen den am Ende noch 458 Automobilarbeitern und dem Staatsapparat beigelegt wäre. Im Gegenteil leiteten Polizei und Staatsanwaltschaft nunmehr eine Repressionswelle ein.

Am Dienstag wurden gegen weitere 38 Aktivisten Haftbefehle ausgestellt. Damit erhöhte sich die Zahl der Inhaftierten auf 64. Unter ihnen befinden sich neben dem Gewerkschaftssekretär und Chefunterhändler Han Sang-kyun auch elf externe Unterstützer, die sich mit dem Kampf, der weltweit Schlagzeilen machte, solidarisiert hatten. Die Vorwürfe lauten auf »Gewaltanwendung« oder »Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs«. Obwohl das Unternehmen darauf verzichtet hatte, strengten die Polizeibehörden von sich aus eine Schadenersatzklage über 548 Millionen Won (312000 Euro) an. 500 Millionen davon soll d...

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