Schwarzer Kanal
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12.08.2009 / Titel / Seite 1

Keine Ruhe für die Täter

Frank Brendle
Nach 60 Jahren Prozeßverschleppung und Vertuschung hat es den NS-Kriegsverbrecher Josef Scheungraber doch noch erwischt: Das Landgericht München verurteilte den früheren Wehrmachtsleutnant am Dienstag zu lebenslänglicher Haft, weil er im Juni 1944 ein Massaker an zehn Zivilisten angeordnet hatte. Scheungrabers Einheit, die 1. Kompanie des Gebirgspionierbataillons 818, hatte im norditalienischen Falzano di Cortona blutige »Rache« für einen Partisanenangriff genommen. Elf männliche Zivilisten waren in ein Haus gesperrt und das Gebäude anschließend gesprengt worden. Der einzige Überlebende, der damals 15jährige Gino Masetti, beschrieb dem Gericht als Zeuge das Verbrechen. Richter Manfred Götzl hatte keinen Zweifel daran, daß Scheungraber unmittelbar für das Massaker verantwortlich war. Er sei der einzige Kommandeur der Kompanie am Tatort gewesen. »Das Motiv ist Rache aus Wut und Haß für die Partisanen«, so Götzl, der Scheungraber vorwarf, »völlig unschuldige...

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