07.08.2009 / Inland / Seite 4

Erfolg macht sexy

GDL will Flächentarifvertrag für das Eisenbahnfahrpersonal durchsetzen. Verkehrspolitiker aller Parteien geben sich begeistert

Rainer Balcerowiak
Claus Weselsky war das Erstaunen anzusehen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wurde am Mittwoch auf einer Podiumsdiskussion in Berlin zum Thema »faire Löhne – fairer Wettbewerb im Schienenverkehr« von den verkehrspolitischen Sprechern aller im Bundestag vertretenen Parteien unisono mit Lob überschüttet. Anlaß war die offizielle Vorstellung des Entwurfs der GDL für einen Flächen-Eisenbahnfahrpersonal-Tarifvertrag (EFPTV). Zur Einleitung hatte Weselsky klargestellt, worum es der GDL geht: Man werde nicht mehr hinnehmen, daß Lokführer oder Zugbegleiter mit Löhnen abgespeist werden, die netto bis zu 500 Euro unter denen beim Marktführer Deutsche Bahn AG lägen (siehe auch Interview in jW vom 4.August). Seine Gewerkschaft stelle sich nicht gegen Ausschreibungen und Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr. Dabei müsse es aber um Servicequalität und innovative Konzepte gehen und nicht darum, wer die niedrigsten Löhne zahlt, so W...

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