01.08.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Raus aus der rechten Ecke

Wenn Frauen die Neonaziszene verlassen, hat das verschiedene Gründe: Manche reagieren auf gesellschaftlichen Druck, andere rücken von der Ideologie ab

Rena Kenzo
Es war nicht einfach für Johanna Sigl, Frauen zu finden, die die rechtsextreme Szene verlassen haben. 2008 hatte die damals angehende Soziologin begonnen, über Aussteigerinnen zu forschen. Drei Frauen zwischen 19 und 35 Jahren waren schließlich doch bereit, mit Sigl zu sprechen. Keine von ihnen durchlief eines der staatlichen Ausstiegsprogramme. Zwar haben sich die Frauen aus den neofaschistischen Gruppierungen politisch-aktiven Zusammenhängen auch ohne diese Hilfe zurückgezogen; eine konsequente ideologische Neuorientierung war bei ihnen allerdings nicht zu bemerken. Von einem glaubwürdigen Ausstieg kann daher (noch) nicht gesprochen werden. Die Weltanschauung sei das Hauptproblem, nicht die daraus resultierenden Aktionsformen, heißt es im Antifaschistischen InfoBlatt. Zu dem langen Prozeß zählt demnach auch, »offen Position gegen die extreme Rechte zu beziehen, eine Auseinandersetzung über die eigenen Taten zu suchen und Wissen über die Neonaziszene ant...

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