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31.07.2009 / Ansichten / Seite 8

Justizopfer des Tages: Mannheimer Müllfirma

Meistens klappt es, aber nicht immer. Im allgemeinen kommen Chefs vor Gericht durch, wenn sie Angestellte feuern, denen sie unterstellen, ein matschiges Stück Bienenstich, einen Radiergummi oder zwei Pfandbons für 1,30 Euro unterschlagen zu haben. Gewerkschafter sprechen dann von »Klassenjustiz«. Allerdings ist auf die Klassenjustiz nicht immer Verlaß. Am Donnerstag hat sich das Arbeitsgericht Mannheim in einem solchen Fall auf die Seite des Beschäftigten gestellt.
Zur Verhandlung stand der Fall eines Müllmanns an, dem im Dezember 2008 wegen »Diebstahls« fristlos gekündigt worden war. Der Angestellte hatte ein Reisebett aus dem Sperrmüll genommen, um es für seine kl...

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