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28.07.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Ohne Tünche

Ein Münchner Jura-Professor äußert sich zum Fall »Emmely«: Sie soll keine Arbeit mehr finden und strafrechtlich verfolgt werden

Rolf Geffken
Es war zu erwarten: Die bundesweite Berichterstattung zum Fall »Emmely« konnte durch die offizielle Rechtsprechung nicht unkommentiert bleiben. Daß Richter und »herrschende Meinung« kein Verständnis für die Solidarität zugunsten der Verkäuferin »Emmely« haben würden, war klar. Immerhin handelte es sich bei dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin gegen die bei »Kaisers« wegen angeblicher Unterschlagung von Pfandbons im Wert von 1,30 Euro entlassene Kollegin in der Tat um eine seit gut 54 Jahren gefestigte Rechtsprechung. Nun kann sich Justitia schlecht in das Getümmel der Öffentlichkeit begeben. Das muß sie anderen überlassen. Dies hat nun der Arbeitsrechtler Volker Rieble von der Universität München getan. Die Neue Juristische Wochenschrift (NJW) gab ihm dafür Raum. Sein Beitrag ist zugleich kurios und ärgerlich. Er wirft ein bezeichnendes Licht auf das Dilemma einer unter Druck geratenen Klassenjustiz und ist zugleich ein Beleg für die politische Ric...

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