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24.07.2009 / Inland / Seite 5

Katastrophe mit Ansage

Nach dem Häusersturz von Nachterstedt bleiben viele Fragen offen. Zahlreiche Kommunen ­vernachlässigen aus Kostengründen vernünftige Risikobewertung

Ralf Wurzbacher
Hätte die Katastrophe von Nachterstedt verhindert werden können? Knapp eine Woche nach dem verheerenden Erdrutsch in einem ehemaligen Braunkohlerevier im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, ist die Frage nach möglichen Schuldigen in den Blickpunkt gerückt. Gegenüber der Staatsanwaltschaft Magdeburg hat ein Anwohner der in Teilen in den Abgrund gerissenen Siedlung »Auf der Halde« schwere Vorwürfe gegen die zuständigen Behörden erhoben. Dieser habe in seinem Garten schon vor Jahren wiederholt Absenkungen des Erdreiches bemerkt, dies sei aber »nicht für voll genommen« worden, zitierte die Frankfurter Rundschau (FR) vom Donnerstag Staatsanwalt Uwe Hornberg. Auch verschiedene Experten vertreten die Auffassung, daß sich das Unglück lange angebahnt hat und ähnliche Ereignisse auch andernorts in Deutschland drohen könnten.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat dagegen vor schnellen Schuldzuweisungen gewar...

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