Schwarzer Kanal
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24.07.2009 / Ausland / Seite 7

Im Belagerungsring

Südkorea: Ssangyong-Autowerk seit dem 21. Mai von 600 Arbeitern besetzt. Großaufgebot der Polizei bereitet Räumung vor

Raoul Rigault
Militante Protestaktionen gegen Massenentlassungen und Werksschließungen gibt es nicht nur in Frankreich. Während sich Unternehmen und Regierung dort bislang zu Verhandlungslösungen bereit zeigten, wird jetzt in Südkorea die militärische Lösung gesucht. Seit Wochenbeginn rückt dort die Polizei mit einem Großaufgebot von 2800 Mann auf das seit dem 21. Mai besetzte Fabrikgelände des Autobauers Ssangyong Motors in Pyeongtaek vor. In dem 65 Kilometer südlich der Hauptstadt Seoul gelegenen Werk haben sich gut 600 Arbeiter verschanzt. Zeitgleich versucht die Polizei, mit Einsätzen gegen Unterstützer außerhalb des Werksgeländes Solidaritätsaktionen zu verhindern.

Ssangyong Motors meldete im Februar Insolvenz an. Im Rahmen eines Umstrukturierungsplanes ist die Entlassung von 2646 Beschäftigten, das sind 37 Prozent der Belegschaft, vorgesehen. 1670 Mitarbeiter erklärten sich »freiwillig« bereit zu gehen. Die anderen kämpfen gegen ihre Kündigung. Die seit zwei Mon...

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