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20.07.2009 / Inland / Seite 8

»Drogenkonsumenten einfach nur vertrieben«

AIDS-Hilfe fordert kassenfinanzierte Heroinbehandlung. Bundesweiter Gedenk- und Aktionstag für Abhängige. Ein Gespräch mit Dirk Schäffer

Markus Bernhardt
Dirk Schäffer ist Referent für den ­Fachbereich Drogen und Strafvollzug der Deutschen AIDS-Hilfe

Anläßlich des elften bundesweiten Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige sind am 21. Juli Veranstaltungen in über 40 Städten geplant. Setzen Sie sich dabei auch mit der aktuellen Drogenpolitik auseinander?

Der bundesweite Gedenktag mit Veranstaltungen hat sich von einem Trauer- zu einem Tag entwickelt, an dem auch die politische Auseinandersetzung gesucht wird. Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Anliegen von Drogenkonsumenten, ihrer Eltern und Angehörigen sowie der AIDS-Hilfe in die Öffentlichkeit zu transportieren und mit politisch Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Auch 2008 ist die Zahl der verstorbenen Drogengebraucher angestiegen. 1449 Tote gab es im vergangenen Jahr; 2007 waren es 1394. Was sind die Gründe für diese Zunahme?

Den ersten Interpretationen des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge befindet sich unter den Drogentoten ...

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