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16.07.2009 / 73 / Seite 15

Aufrüstung im Inneren

Immer mehr Rüstungsforschung wird an zivilen Universitäten betrieben. In Karlsruhe werden nach Maßgabe der Landesregierung vielleicht bald Atomwaffen entwickelt

Elsa Koester
Spätestens seit dem ersten Kriegs­einsatz der Bundeswehr in Jugoslawien 1999 ist der Damm gebrochen: Das deutsche Militär wird zur Auslandsarmee umgerüstet. Mit Zunahme der Auslandseinsätze in Afghanistan oder vor der Küste Somalias ändern sich die Anforderungen für die Truppe. Das hat auch eine Ausweitung der Militarisierung im Inneren zur Folge. Für »wehrrelevante Forschung« an beinahe vierzig Hochschulen und öffentlichen Instituten gab das Bundesministerium für Verteidigung im vergangenen Jahr über 1,1 Milliarden Euro aus. Meist bleibt die Militärforschung selbst für Mitarbeiter und Studierende der betroffenen Institute verdeckt.

In Karlsruhe flammte die Diskussion um universitäre Militärforschung während des Fusionsprozesses des Forschungszentrums Karlsruhe mit der Universität auf. Nachdem bekanntgeworden war, daß an der Uni Rüstungsforschung betrieben wird, forderte ein Bündnis aus Studierenden und Gewerkschaften eine Zivilklausel für das entstehend...

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