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13.07.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Was passiert in Xinjiang?

Die Berichterstattung über die Unruhen im Westen Chinas steht in einer langen Reihe antikommunistischer Agitation

Domenico Losurdo
Wer erinnert sich nicht, was in den Jahren des kalten Krieges und vor allem in seiner Endphase geschah? Unermüdlich behandelte die westliche Presse das Thema der Flüchtlinge, die der kommunistischen Diktatur entflohen, um die Freiheit zu gewinnen. In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre wurde nach der Niederlage der US-amerikanischen Besatzungstruppen und dem Sturz der Marionettenregierung in Saigon das endlich wieder vereinigte Vietnam als ein riesiges Gefängnis beschrieben, aus dem das verzweifelte »boat people« mit allen möglichen Mitteln, zusammengepfercht und unter Lebensgefahr entfloh. Mit den entsprechenden Varianten wurde dieses Motiv für Kuba, die DDR und für alle anderen aus der »freien Welt« ausgestoßenen Länder wiederholt. Heute ist vor aller Augen, daß die Migrationswelle in Richtung Westen aus dem östlichen Teil Deutschlands, aus Polen, Rumänien, Albanien usw., trotz der endlich eroberten Freiheit weitergeht und sich sogar noch verstärkt. ...

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