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19.06.2009 / Inland / Seite 5

»Bis hin zum Streik«

Post-Chef fordert längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Ver.di kündigt Widerstand an und will »keinen Millimeter« zurückweichen

Hans-Gerd Öfinger
Bei der Deutschen Post bahnt sich ein Tarifstreit an. Der Vorstand des Unternehmens will Presseberichten zufolge in den nächsten Wochen in einer Reihe von Städten Betriebsversammlungen abhalten, um die Mitarbeiter, vor allem bei der Briefzustellung, zu »überzeugen«, längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich zu akzeptieren. Post-Chef Frank Appel war erstmals Mitte Mai mit der Forderung nach unbezahlter Mehrarbeit vorgeprescht. Das für die Post zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andrea Kocsis wies die Avancen zuletzt am Montag in der Rheinischen Post zurück: Der Vorstand könne »die Arbeitsbedingungen nicht einseitig verschlechtern, weil dies vertraglich geregelt ist. Ein neuer Vertrag wird in ordentlichen Verhandlungen ausgehandelt, und da stehen uns dann alle Mittel zur Verfügung, unsere Posi­tion deutlich zu machen. Bis hin zum Streik.« Kocsis ist zugleich stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Post AG.

»Man segelt im Windschatten ...

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