13.06.2009 / Feuilleton / Seite 12

Internationalismus der Tat

Zum Tod von Reinhard Thiele

Dietmar Koschmieder
»Nach so viel Zeit und so viel Sturm / folgen wir weiter diesem langen Weg / diesem langen Weg, dem auch du folgst«

(Gerado Alfonso, »Es sind immer noch die Träume«, Widmung an Che)


Reinhard Thiele ist tot. Der Mitbegründer von Cuba Sí verstarb am 5.Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 53 Jahren in Berlin. Mit ihm verliert die internationale Kuba-Solidarität einen ihrer prägenden Köpfe. Ein guter Freund, Genosse, Kampfgefährte fehlt in Zukunft.

Er wußte, wann er gebraucht wurde. 1990, als der Sozialismus in Europa niederging und Apologeten aller Lager ein schnelles Ende auch des freien Kuba vorhersagten, gingen er und seine Freunde für die »rote Perle der Karibik« auf die Straße. Als dann der Internationalismus, eine der großen Errungenschaften der DDR, abgewickelt wurde; als Verträge mit Studenten und Auszubildenden und Arbeitern aus dem sozialistischen Kuba gekündigt wurden; da war dies der Anlaß für die Gründung von Cuba Sí als Arbeitsgemeinsc...






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