Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Donnerstag, 23. Mai 2019, Nr. 118
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13.06.2009 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Der Fluch der Soja

Paraguay: Landfluchten, Besetzungsaktionen und die Macht von Großkonzernen. Wie eine Bohne ein ganzes Land veränderte

Timo Berger, San Pedro und Asunción
Ein Haufen gelber Körner rieselt durch zwei Hände. Rodney Villalba begutachtet vor einem Getreidesilo eine Stichprobe der heute angelieferten Soja. Ein paar der Bohnen sind schwarz, andere vertrocknet. Die Hülsenfrucht habe dieses Jahr eine mindere Qualität, sagt Villalba, und die Ernte falle geringer aus – eine Folge der Dürre, die Paraguay den Sommer über auf der Südhalbkugel fest im Griff hält.

Wir sind in Puerto Antequera am Getreidehafen der Grupo Severo Villalba: 300 Kilometer, vier Stunden Autofahrt über die neue asphaltierte Überlandstraße nördlich der paraguayischen Hauptstadt Asunción. Eine trockene Hitze liegt in der Luft. Eigentlich wäre jetzt, Ende April, die Zeit, in der es in dem süd­amerikanischen Binnenland am meisten regnet.

Rodney Villalba schätzt, daß in Antequera dieses Jahr 15 Prozent weniger Soja verschifft werden wird. Vergangenes Jahr wurden 60000 Tonnen, 40 Prozent der Gesamtproduktion des Departamentos San Pedro, in die ...



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