02.06.2009 / Inland / Seite 4

Oskar-Show im Hinterland

Linksparteichef auf Wahlkampftour durch die Pfalz. Gelungener Auftritt im krisengeschüttelten Kaiserslautern

Ralf Wurzbacher
Wo Oskar hinkommt, füllt er die Plätze. In Kaiserslautern sowieso, wo die Plätze klein sind und die wirtschaftlichen Sorgen groß. Ein gutes Pflaster für Lafontaine, den Chef der Linkspartei oder das »Original Sozial«. So wird er den Lauterern beim Betreten der Bühne vorgestellt, und der Beifall hält sich zunächst in Grenzen. Es ist Samstag vormittag, acht Tage noch bis zum europaweiten Urnengang, in Rheinland-Pfalz sind am selben Tag Kommunalwahlen. Lafontaines Programm gegen die Krise geht so: »Wir wollen den Reichen und Börsianern ans Geld!« Der Applaus wird lauter.

Kaiserslautern läuft Gefahr, fast seinen kompletten industriellen Bestand zu verlieren, und mit dem wären Tausende Arbeitsplätze futsch: Der örtliche Opel-Standort ist auch mit dem Magna-Deal längst nicht gerettet. Coca-Cola will sein Abfüllwerk dichtmachen. Der Automobilzulieferer Keiper setzt auf ein zweites Werk im Billiglohnland Polen. Und der zwischenzeitlich bankrotte Nähmaschinenhers...

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