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23.05.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Blut muß fließen

Bundespräsident Horst Köhler kandidiert am heutigen Sonnabend für zweite Amtszeit. Details aus dem Leben eines verdienstvollen Bundesdeutschen

Manfred Hegner
Horst Köhler wurde 1943 in einer Bauernfamilie in Skierbieszów, das von 1942 bis 1944 Heidenstein hieß, im sogenannten Generalgouvernement geboren. Sein Geburtsort lag im von der faschistischen deutschen Wehrmacht okkupierten Polen. Die Eltern waren »Volksdeutsche« aus Nord-Bessarabien im heutigen Moldawien. Sie sollten »heim ins Reich«, wobei ihnen der Reichsführers SS Heinrich Himmler das »Himmlerland« im besetzten Polen zugedacht hatte. Zwei Jahre nach Köhlers Geburt vertrieb die Sowjetarmee die deutschen Okkupanten. Mit ihnen flüchtete Familie Köhler, zunächst bis Markkleeberg-Zöbigkau bei Leipzig, wo sie später einen Neubauernhof übernahm. Bis 1953 wuchs Horst Köhler in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR auf. Kurz vor dem 17. Juni 1953 wanderte die Familie über Westberlin in die Bundesrepublik aus.

Beamtenkarriere

Es folgten vier Jahre in verschiedenen Flüchtlingslagern, ehe Köhlers 1957 in Ludwigsburg seßhaft wurden. Sohn Horst machte 1963 ...

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