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19.05.2009 / Inland / Seite 5

Retter vor Gericht

Solidaritätskundgebung für die Angeklagten im »Cap-Anamur-Prozeß«. Hilfe für Flüchtlinge in Seenot darf nicht bestraft werden

Ulla Jelpke
Am Montag solidarisierten sich Hilfsorganisationen und Flüchtlingsgruppen vor der italienischen Botschaft in Berlin mit den Angeklagten des »Cap-Anamur-Prozesses«. In dem Strafverfahren gegen Stefan Schmidt und Elias Bierdel im sizilianischen Agrigento soll Hilfe für Flüchtlinge, die in Seenot geraten sind, kriminalisiert werden. Die Antirassistische Initiative Berlin (ARI), das Komitee für Grundrechte (Köln) und »Kein Mensch ist illegal« (Hamburg) protestierten dagegen, »Selbstverständliches« unter Strafe zu stellen.

Die »Cap Anamur« hatte am 20. Juni 2004 37 Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet. In den folgenden zehn Tage konnte das Rettungsschiff in keinen Hafen einlaufen, da sich die italienischen Behörden weigerten, eine Einfahrtsgenehmigung zu erteilen. Schließlich gelangte die »Cap Anamur« in den sizilianischen Hafen Porto Empedocle. Dort wurden Stefan Schmidt, der Kapitän des Schiffes, und Elias Bierdel, der damalige Geschäftsführer der Hil...

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