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19.05.2009 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Die Klage in der Krise

Warum gerade jetzt individuelle Rechte vor dem Arbeitsgericht wahrnehmen? Nur wer seine ­eigenen Interessen verteidigt, ist fähig zur Solidarität

Rolf Geffken
Öffentlichkeit, Politik und Betroffene scheinen bislang noch nicht begriffen zu haben, welche einschneidenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt spätestens nach der Bundestagswahl eintreten werden. Es gibt kaum ein größeres Unternehmen, das nicht bereits Massenentlassungen angekündigt oder aber in Aussicht gestellt hat. Durch die Kurzarbeit werden die Ursachen der Krise nicht mal ansatzweise bekämpft. Die Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes aber hat Bedeutung für die Frage, wann konkret Massenentlassungen anstehen. Offensichtlich soll dies möglichst bis zum Wahlabend hinausgezögert werden.

Die Gewerkschaften werden das Mittel des Arbeitskampfes vermutlich nur in Randbereichen effektiv einsetzen können, denn die Auftragsbücher sind leer. Vielleicht wird es im Einzelfall zu Betriebsbesetzungen kommen. Doch wird dies nur in seltenen Fällen ein probates Gegenmittel sein. Was nützt die Besetzung einer Werft, die keine Aufträge abzuarbeiten hat...

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