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19.05.2009 / Sport / Seite 16

Stunde Null Komma Null

Vor 1990 wurden in der BRD zwar Anabolika gespritzt; gedopt aber wurde nur in der DDR. Aktuelle Untersuchungen bestätigen das

Klaus Huhn
Eisberg im Breisgau« schrieb Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Donnerstag über seinen Kommentar zu einem 63seitigen Untersuchungsbericht über Doping in der BRD (siehe jW vom Freitag). Rundum wurde dieser Bericht als »Enthüllung« gefeiert. Sieht man vom Titel und einigen zaghaften Andeutungen ab, reihte sich auch Kistner ein: Die BRD-Doping-Version gilt.

»Alle Erkenntnisse der Befragung von 77 Zeugen und der Auswertung von 58800 Sportlerwerten münden (…) in eine Art Freispruch.« So jedenfalls der Exrichter Hans-Joachim Schäfer, der mit einer Kommission prüfen sollte, in welchem Ausmaß sich die Universität Freiburg am flächendeckenden bundesdeutschen Doping beteiligt hatte.

Wichtig war für die »Ermittler« die Feststellung, daß das systematische Doping in Freiburg 1995 begann. Verschleiert werden sollten um jeden Preis Spuren, die darauf hätten schließen lassen, daß man schon lange vor 1990 gründlich gedopt hat. Die FAZ vom ...



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