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18.05.2009 / Politisches Buch / Seite 15

Aufräumer

Rainer Roths Widerlegung keynesianischer Mythen

Herbert Wulff
Über die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise wird viel geschrieben – auch viel Unsinn. Mit einem Teil der verbreiteten Mythen räumt nun Rainer Roth vom »Rhein-Main-Bündnis gegen So­zialabbau und Billiglöhne« in einer Broschüre auf. Zum Beispiel mit der gängigen These, die Gier der Manager und Kapitalbesitzer habe die Verselbständigung der Finanzmärkte und damit die Krise hervorgerufen. Roth hält dem entgegen, die Ursache liege »im Mechanismus der Kapitalverwertung. Sie ist sachlicher, nicht persönlicher Natur.« Diese These wird auf 120 Seiten faktenreich untermauert.

Roth legt hier eine wichtige Polemik gegen die in Gewerkschaften und Linkspartei vorherrschende keynesianische Wirtschaftstheorie und deren Lösungsansätze vor. Er führt den »Nachweis, daß die auf Kapitalverwertung gegründeten Eigentums- und Produktionsverhältnisse die wichtigste Ursache der gegenwärtigen Krise sind, nicht eine falsche Politik bzw. eine falsche Verteilung«. Der Autor ...

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