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25.04.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Berliner Kreuzzüge

Am Sonntag wird in Berlin über die Zukunft des gemeinsamen Ethik- und des Religionsunterrichts abgestimmt. Initiative »Pro Reli« sieht »die Freiheit« in Gefahr

Jana Frielinghaus
Seit Monaten werden in Berlin verbal die ganz großen Geschütze aufgefahren, wenn es gegen den vom »rot-roten« Senat mit dem Schuljahr 2007/2008 eingeführten verpflichtenden Ethikunterricht geht. Mit massiver Unterstützung durch Springer-Presse, CDU und die beiden Großkirchen kämpft die Initiative »Pro Reli« für eine Gleichstellung des Religionsunterrichts mit dem gemeinsamen Wertefach. Das heißt: für seine Aufwertung zum Wahlpflichtfach, zu dessen Gunsten Ethik abgewählt werden können soll. Also für das Entweder-Oder.

Pro Relis Gegner vom Bündnis »Pro Ethik« nennen das »Wahlzwang«. Denn bisher kann, wer möchte, sich für ein Sowohl-Als-auch entscheiden. Doch natürlich bringt auch das neue Fach Zwang mit sich. Nämlich den, sich mit den Anschauungen von Leuten direkt auseinandersetzen, mit »Fremden« reden zu müssen, mit denen man sonst nichts zu tun haben will. Daß das Erlernen des Zuhörens, des Nachdenkens und des respektvollen Umgangs miteinander in einer...

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