24.04.2009 / Inland / Seite 8

»Wohngebiete werden durch Autobahnbau zerschnitten«

Geplante Verlängerung der A100 erhitzt in Berlin die Gemüter. Sie ist exemplarisch für unzeitgemäße Verkehrspolitik. Gespräch mit Tobias Trommer

Claudia Wangerin
Tobias Trommer ist Sprecher der ­Bürgerinitiative Stadtring Süd BISS Berlin, deren Fahrradkurier am Donnerstag abend die letzten Einwendungen gegen den Bau der Autobahn A100 zur ­Senatsverwaltung brachte

Sie hoffen, den Ausbau der Stadtautobahn A100 in Berlin verhindern zu können. Welche negativen Folgen hätte das Vorhaben aus ihrer Sicht?

In Sachen Klimapolitik wäre es ein falsches Signal, wieder verstärkt auf den Ausbau des Pkw- und Lkw- Verkehrs zu setzen. Das ist von bundesweiter Bedeutung, aber besonders betroffen sind natürlich die Berliner.

Einmal begonnen, wird sich die neue Stadtautobahn durch den gesamten Ostteil der Stadt fressen. Die zerstörerische Wirkung kann man rund um die bestehende Strecke sehen: Aufenthalts- und Lebensqualität gleich null. Durch den Ausbau der Stadtautobahn werden Wohngebiete regelrecht zerschnitten. Aus dem Bezirk Treptow-Köpenick müßten rund 300 Mietparteien wegziehen, die verbleibenden wären mit Dauerlärm und Feinst...


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